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Milchuntersuchung


Untersuchungsmethoden im Zentrallabor Jena-Göschwitz

Parameter Untersuchungsmethode Rechtliche Grundlage
Fettgehalt
Eiweißgehalt
Laktosegehalt
Milkoscan-Combifoss-Infrarotabsorption Routineverfahren zur Unter-
suchung der Anlieferungsmilch
nach MGVO (Juni 2003)
Zellzahl Fossomatic-Combifoss
Durchflusszytometrie
§ 64 LFBG ASU L 01.01-1 (1998)
Keimzahl Bactoscan FC
Durchflusszytometrie
§ 64 LFBG ASU L 01.01-7 (2002)
Gefrierpunkt Cryostar
Milkoscan-Combifoss
DIN EN ISO 5764 (2002)
Routineverfahren zur Unter-
suchung der Anlieferungsmilch
nach MGVO (Juni 2003)
Hemmstoffe Brillantschwarz-Reduktionstest
Differenzierung in die Gruppen Penicilline und Sufonamide
§ 64 LFBG ASU  L 01.01-5 (1996)
§ 64 LFBG ASU  L 01.01-11 (1996)
Harnstoff Autoanalyser (kontinuierliche
Durchflussanalyse)
Milkoscan-Combifoss
ADR-Empfehlung 1.13
Hausmethode des Herstellers
Aceton Autoanalyser (kontinuierliche Durchflussanalyse) Hausmethode des Herstellers
Technische Ausstattung Zentrallabor Jena-Göschwitz
Das Zentrallabor Jena-Göschwitz verfügt derzeit über den neuesten Stand der Gerätetechnik:
  • Milkoscan-FT 6500: Mit dem Milkoscan-FT-Geräten (Infrarot-Absorptionsmessung mit Auswertung nach
    Fourriertranformation) werden Fett-, Eiweiß- und Laktosegehalt, Gefrierpunkt, Harnstoff sowie der pH-Wert der
    Milchproben untersucht.
  • Fossomatic 5500: Diese Geräte dienen der fluoreszenzoptischen Zählung somatischer Zellen zur Bestimmung
    des Zellgehaltes als indirekter Parameter zur Beurteilung der Eutergesundheit.


  • Bactoscan FC 50: Mit dem Bactoscan-Gerät (fluoreszensoptische Einzelkeimzählung) wird der Geamtkeimgehalt als Indikator für die bakteriologische Qualität der Milch bestimmt.
  • Autoanalyser: Die Geräte der Firma SEAL Analytical GmbH dienen der Referenzuntersuchung des Harnstoffes und
    der Bestimmung des Acetongehaltes in der Milch.
  • Kryoscop-Gerät: dieses Gerät wird für die Gefrierpunkt-Referenzanalytik genutzt.
Hinweise zur Probenahme und Verwendung von Flaschen bei Sonderuntersuchungen im Zentrallabor des TVL

Viele Milcherzeuger nutzen die Möglichkeit, zusätzlich zu den Routineuntersuchungen im Rahmen der Milchgüteprüfung und Milchleistungsprüfung Milchproben als "Sonderproben" untersuchen zu lassen.

  • Welche Untersuchungen führt das Zentrallabor des TVL Jena-Göschwitz durch?
    Wir untersuchen die Parameter Fett und Eiweiß, Laktose, Zellzahl, Keimzahl, Gefrierpunkt, Hemmstoffe, Harnstoff und Aceton in der Milch. Die Milchproben können direkt nach Jena-Göschwitz gebracht werden oder sie gelangen über unsere TVL-Kurierfahrer, die täglich in ganz Thüringen unterwegs sind und Molkereien, Sammelstellen bzw. MLP-Betriebe
    anfahren, in das Zentrallabor.
  • Probeziehung
    Für ein aussagefähiges Ergebnis muss immer einen repräsentative Probe gezogen werden, deren Zusammensetzung und Eigenschaften sich von der Gesamtmenge nicht unterscheiden und von der Probennahme bis zur Untersuchung keinen Veränderungen unterliegen.
    Bei allen Sonderuntersuchungen(Sonderproben, Direktvermarkter, Wiederzulassungsproben) muss darauf geachtet werden, dass die richtige Probeflasche und das richtige Konserviereungsmittel zum Einsatz kommen.
  • Welche Probeflaschen
    Für die ordnunggemäße Untersuchung von Milchproben auf Inhaltstoffe, Keimzal, Zellzahl, Gefreierpunkt, und Hemmstoffe aus der Tanksammelmilch oder von Einzelkühen sollten grundsätzlich nur im Zentrallabor Jena-Göschwitz gereinigte und getrocknete TVL-Probeflaschen (50 ml-Flaschen mit Metallboden) verwendet werden.
  • Konservierung 
    Keimzahl: Für Keimzahlproben sollten die im Zentrallabor ordnunggemäß gereinigten und konservierten 50 ml-Flaschen eingesetzt werden. Als Konservierungsmittel dient Azidiol. Die Konservierung ist aber nur begrenzt haltbar, das heißt, die Probeflaschen müssen kurzfristig im Zentrallabor bestellt werden. 
    Mit Azidiol konservierte Milchproben können bei durchgehender Kühlung (6-8°C) bis maximal drei Tage gelagert  
    werden. In Ausnahmefällen sind für Keimzahl-Sonderproben auch die 10 ml fassenden, mit Borsäure konservierten 
    Nerbe-Röhrchen verwendbar.  
    Fett, Eiweiß, Zellzahl, Hemmstoffe, Harnstoff, Aceton: Es können für die  MLP vorgesehene TVL-Flaschen verwendet 
    werden. Als Konservierungsmittel wird Natriumacid genutzt. Notfalls können auch unkonservierte Proben unter-
    sucht werden.Haltbarkeit: Mit Natriumazid konservierte Milchproben sind bei durchgehender Kühlung vier Tage
    haltbar. Unkonservierte Proben sollten spätestens am Folgetag untersucht werden.
    Gefrierpunkt: Auf diese Parameter können nur unkonservierte Proben untersucht werden. Diese Proben sind 
    unmittelbar nach der Probenahme gekühlt (0 – 8°C) dem Labor zuzuführen und spätestens am Folgetag zu 
    untersuchen. Es können unkonservierte TVL-Probeflaschen eingestzt werden.
  • Probenbegleitschein/Untersuchungsauftrag (Formulare)
    Bitte füllen Sie für Sonderproben einen Untersuchungsauftrag aus.Die entsprechenden Vordrucke erhalten Sie im Zentrallabor oder bei Ihren MLP- Leistungsinspektoren oder Sie können sie im Formularcenter herunterladen.
    Ist kein Vordruck zur Hand, notieren Sie bitte Anzahl der Proben, die gewünschten Untersuchungsparameter, die Anschrift, Telefonnummer und Faxnummer auf dem Probenbegleitschein, damit wir Ihnen die Ergebnisse der Untersuchung zeitnah mitteilen können. 
  • Ansprechpartner:
Bei Fragen zum Leergut und Probentransport wenden Sie sich bitte an Frau Hopp, Telefon 03641-622310

Hinweise zur Probenahme, Kennzeichnung, Konservierung und Lagerung erteilen die Mitarbeiter des Zentrallabors.
Ansprechpartner: Frau Klemmer, Telefon 03641-622320.




(C) 2008 Thüringer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.

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