Die neue Fassung des Arzneimittelgesetzes (AMG) hat das Ziel, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu reduzieren. Aus diesem Grund führt das AMG zum 1. April 2014 Meldepflichten des Tierhalters über die Anwendung von Antibiotika für bestimmte Tierarten und Nutzungsrichtungen ein.

Anhand des so dokumentierten Antibiotika-Einsatzes wird einmal pro Halbjahr für jede Tierart und Nutzungsrichtung eine betriebliche Therapiehäufigkeit ermittelt. Diese wird dem Tierhalter mitgeteilt.

Aus  diesen betrieblichen Therapiehäufigkeiten werden bundesweit zwei Kennzahlen berechnet. Der Tierhalter hat seine betriebliche Therapiehäufigkeit mit zwei bundesweit pro Halbjahr errechneten Kennzahlen zu vergleichen und dies in seinen betrieblichen Unterlagen zu dokumentieren. Liegt die betriebliche Therapiehäufigkeit über einer der bundesweiten Kennzahlen, so hat der Tierhalter weitere Maßnahmen zu ergreifen, um den Einsatz von Arzneimitteln zu reduzieren. Diese Maßnahmen und ihre Ergebnisse werden von der zuständigen Behörde kontrolliert.

Folgende neue Bestimmungen im AMG richten sich direkt an Tierhalter:

  • Mitteilungen über Tierhaltungen (§ 58a)

  • Mitteilungen über Arzneimittelverwendung (§ 58b)

  • Ermittlung der Therapiehäufigkeit (§ 58c)

  • Verringerung der Behandlung mit Antibiotika (§ 58d)

Für wen gelten die neuen Bestimmungen im AMG?

Wer Rinder, Schweine, Hühner oder Puten berufs- oder gewerbsmäßig zum Zweck der Mast hält, für den gelten die nachfolgend erläuterten Bestimmungen. Melden muss, wer mehr als 20 Rinder, 250 Schweinen, 10.000 Hühner und/oder 1000 Puten hält.

weiterführende Informationen erhalten Sie hier: http://www.hi-tier.de/infoTA.html

den Vortrag der Informationsveranstaltung finden sie hier